König Philippe hat nach Ostbelgien geladen

König Philippe hat eingeladen und die Staatsoberhäupter der deutschsprachigen Länder - hierzu gehören neben Belgien auch Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich und die Schweiz - sind gekommen: Zum 13. informellen Gipfeltreffen an diesem Donnerstag nach Eupen. Auftakt war bereits am gestrigen Mittwochabend auf Schloss Laken (Brüssel). (Großes Foto auf Schloss Laken)

Dass der belgische König seit einiger Zeit Deutsch lernt, ist bekannt, auch dass er ein Faible für die deutsche Sprache hat: Kein Wunder, seine Vorfahren stammen schließlich aus dem Hause Sachsen-Coburg - Leopold I. Georg Christian Friedrich von Belgien war ein Prinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld und von 1831 bis 1865 der erste König der Belgier.

Seit 2004 gibt es diese Treffen der deutschsprachigen Länder. 2014 hat der König die Initiative ergriffen und dafür gesorgt, dass auch Belgien beitritt und kurz darauf direkt hierher eingeladen. Der deutsche Bundespräsident Gauck, der schon damals der Meinung war, dass Belgien auf jeden Fall an den Treffen teilnehmen sollte, ist gerne gekommen. Es ist bereits sein zweiter Besuch in Belgien allein in diesem Jahr. Insgesamt ist er zum dritten Mal als deutscher Bundespräsdent hier.

Auch der schweizer Bundespräsident Johann Niklaus Schneider-Ammann, Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein und Großherzog Henri von Luxemburg hatten dem Treffen gerne zugesagt. Im letzten Jahr richtete Liechtenstein den informellen Gipfel aus.

Kloster Heidberg in Eupen

An diesem Donnerstag treffen sich die Gäste am Kloster Heidberg in Eupen. Ein Thema des informellen Gipfels ist die Förderung des Jungunternehmertums. Es ist ein Thema, zu dem auch Ausbildungsmöglichkeiten und Arbeitsplatzbeschaffung gehören, für die sich der König wiederum besonders interessiert. Noch 2015 war der belgische König zum Beispiel mit einer großen Delegation für zwei Tage nach Deutschland gereist und hatte sich über das duale Berufsausbildungssystem persönlich informiert.

Nach der Arbeitssitzung an diesem Donnerstagvormittag im Kloster Heidberg will er nun am Nachmittag die Aufmerksamkeit auch mit einem Besuch des Zentrums für Förderpädagogik (ZFP) auf Ostbelgien lenken.

Ein Abschiedsempfang ist schließlich im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) ebenfalls für den Nachmittag geplant.

König Philippe und die anderen Staatsoberhäupter werden in Eupen allerdings nicht öffentlich in Erscheinung treten. Das einzige Bad in der Menge nehmen ihre Partnerinnen, die währenddessen unter anderem in Raeren ein Töpfereimuseum besichtigen.

Deutscher Bundespräsident Joachim Gauck und Ministerpräsident der DG Oliver Paasch, Kloster Heidberg

Königin Mathilde im Töpfereimuseum in Raeren