Wird Belgien rechtliche Schritte gegen Caterpillar einlegen?

Der belgische Premier Charles Michel und Arbeitsminister Kris Peeters sagen, dass sie alles tun werden, um nach der Schließung des Werks von Caterpillar in Gosselies so viele industrielle Arbeitsplätze wie möglich in der Gegend von Charleroi zu retten. Das haben sie an diesem Donnerstag im Parlament gesagt.

Durch die Schließung des Werks in Gosselies gehen bei Caterpillar 2.200 Stellen verloren.

Der Premier hörte sich verbittert an, als er am heutigen Donnerstag vor der Kammer sprach. Er bezeichnete die Schließung unter anderem als herzzerreißend: " Eine Entscheidung, die man als brutal, grausam und widerlich bezeichnen kann."

Der Premier ließ auch erkennen, dass er hart gegen Caterpillar vorgehen wolle. Eine Anwaltskanzlei müsse prüfen, ob alles gesetzlich zulässig verlaufen sei und die amerikanische Direktion von Caterpillar werde zum belgischen Botschafter in den Vereinigten Staaten einberufen. 

"Das Recht auf Wahrheit ist ein fundamentales Recht. Deshalb werden wir mit den Arbeitnehmern und der wallonischen Regierung für Transparenz in dieser Sache kämpfen", betonte der Premier entschlossen.

Der Premier will so viel industrielle Beschäftigung in Charleroi wie möglich behalten. 

Arbeitsminister Kris Peeters wird Sozialvermittler in die Region entsenden. "Es ist absolut wichtig, einen ernsthaften und qualitativ hochwertigen Dialog zu führen, um am Schluss die Arbeitskosten zu verringern und die Beschäftigung zu fördern. Das muss weiterhin erste Priorität haben", so der Minister.

Die Regierung wird sich nun also beraten, ob juristische Schritte gegen den US-Baumaschinenherstellers Caterpillar, sinnvoll sind.