Preisabsprachen in Belgiens Obstbranche?

Bereits seit einiger Zeit sollen die Wettbewerbshüter laut einem Bericht der Wirtschaftszeitung „De Tijd“ in Belgien umfangreiche Befragungen sowohl bei Produzenten als auch bei Fruchthandelsunternehmen und Einzelhändlern durchführen.
BELGA/VERGULT

Betroffen sind demnach vor allem die Produktbereiche Kernobst und Beerenobst. Ob der Vorwurf illegaler Preisabsprachen zutrifft, ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch vollkommen offen.

Sollte dies aber so sein, dann könnte es so manches Unternehmen hart treffen. Denn die Wettbewerbsbehörde kann Bußgelder von bis zu 10% des Gesamtumsatzes auferlegen. Darüber hinaus bietet der Maßnahmenkatalog weitere Sanktionsmöglichkeiten.

Fest steht jedenfalls, dass das russische Handelsembargo auch die belgischen Obstbauern hart getroffen hat, weswegen der Bauernbund kürzlich einen Aktionsplan für die Branche gefordert hat. Durch das Embargo und das dadurch bedingte Überangebot auf dem europäischen Markt sind die Preise für belgische Äpfel und Birnen laut Bauernbund um durchschnittlich 27,7% bzw. 23,2% gesunken. (Quelle: fruchthandel.de)