Immer mehr Änderungen der Eheverträge

Im vergangenen Jahr haben knapp 23.000 Pärchen ihren Ehevertrag abändern lassen. Die Mehrheit, rund 80 Prozent, tat dies, um dem Partner mehr finanzielle Sicherheit zu verschaffen. Viele wollen einfach noch mehr zusammen teilen, als es das Gesetz vorschreibt.

Das geht aus einer Studie der  Abgeordneten Sonja Becq, die für die flämischen Christdemokraten (CD&V) im Parlament sitzt, hervor. Die Änderungen betreffen zum Beispiel eine andere Güterverteilung oder einen Schutz für den Fall, dass der eine Partner den anderen überlebt. 

Sonja Becq sagte in der VRT: "Das erfolgt doch mit dem Ziel, den anderen Partner, der vielleicht weniger Einkommen hat, zu schützen. Es ist ein gegenseitiger Schutz."

Weiter sagte sie: "Es sind jede Menge Kampagnen geführt worden, ein bisschen nach dem Motto: 'Holen Sie ihren Ehevertrag wierder hervor.' Es hat aber sicher auch damit zu tun, dass die Leute heute ihre Situation auch besser einschätzen können, länger zusammen sind und auf diese Weise auch genauer auf den anderen schauen oder einfach schauen, wie können wir die Lage am besten beibehalten."