30 belgische Elitesoldaten in Nordirak im Einsatz

Noch vor Jahresende werden 30 belgische Elitesoldaten aus einer im Irak stationierten Einheit in den Norden des Landes versetzt, um dort kurdische Kämpfer im Einsatz gegen die Terrorgruppe IS zu unterstützen. Dies gab Belgiens Verteidigungsminister Steven Vandeput (N-VA) am Montagmorgen im Frühstücksradio „De Ochtend“ beim VRT-Sender Radio 1 bekannt.

Belgien wird gemeinsam mit den Niederlanden kurdische Einheiten im Norden des Irak im Kampf gegen IS unterstützen. Die Belgier sollen dabei Angriffe der Kurden koordinieren.

Die 30 belgischen Elitesoldaten, die dies übernehmen, sollen aber nicht aktiv in die Kämpfe gegen IS eingreifen. Verteidigungs-Spezialisten gehen davon aus, dass es im Winter zur Entscheidungsschlacht um die nordirakische Millionenstadt Mosul kommen wird.

Noch befinden sich die 30 belgischen Elitesoldaten gemeinsam mit ihren niederländischen Kameraden in der irakischen Hauptstadt Bagdad, wo ihr Auftrag vorbereitet wird.

Die Soldaten werden nah an der Frontlinie operieren, doch dies birgt laut Verteidigungsminister Vandeput kein erhöhtes Risiko: „Wir werden von international gesicherten Gebieten aus arbeiten. Wir bleiben innerhalb dieser Gebiete und werden nicht an die Front gehen und auch nicht kämpfen.“

Die Belgier sind Teil einer internationalen Koalition, die irakische Truppen (Fotos) im Kampf um Mosul zu unterstützen werden. Spätestens im kommenden Winter wird es nach Ansicht von Beobachtern zur entscheidenden Schlacht um diese Millionenstadt kommen.

„Doch es werden irakische Truppen sein, die Mosul befreien müssen“, so Vandeput bei Radio 1 dazu. Näheres zum Einsatz der Belgier gegen IS im Irak, auch zur Luftwaffe, wolle er aber vorläufig dem belgischen Bundesparlament bzw. dem entsprechenden Ausschuss vorbehalten.