Flugrouten Brüssel: Voka fordert eindeutiges Gesetz

Die flämische Arbeitgeberorganisation VOKA fordert eindeutige Regeln für den Flughafen in Zaventem. Damit sollen 60.000 Jobs geschützt werden. Die flämische Regierung soll helfen, die Probleme rund um die Flugrouten über der Hauptstadt zu lösen.

VOKA will, dass endlich eindeutige Flugrouten über Brüssel festgelegt werden. Heute herrsche vor allem Verwirrung darüber, so Voka. Die Gründe hierfür sind zum einen die strengen Brüsseler Lärmschutzbestimmungen und zum anderen die immer wieder wechselnden Flugrouten. 

Dadurch könne der Flughafen von Zaventem unmöglich weiter wachsen. Das wiederum führe dazu, dass tausende zusätzliche Jobs auf dem Spiel stünden. 

Der VOKA-Vorsitzende Paul Kumpen ermahnte den flämischen Ministerpräsidenten Geert Bourgeois, dieses Hindernis zu überwinden: "Vor dem Hintergrund, dass der Flughafen derzeit direkt 20.000 Jobs schafft und indirekt 40.000 und dass wir in den kommenden 10 Jahren weitere 10.000 Arbeitsplätze schaffen können, haben wir den Ministerpräsidenten aufgefordert, diesen Punkt mit der föderalen Regierung und mit den Regierungen der zuständigen Regionen zu verhandeln und gemeinsam ein Fluggesetz auszuarbeiten, um deutliche Regeln zu schaffen."

Jeder solle schließlich wissen, an was er sich zu halten habe. Allein auf diese Weise könne die Entwicklung vorangetrieben werden. Der VOKA-Vorsitzende rief hierzu auf einer VOKA-Veranstaltung auf, mit der das neue politische Jahr eingeläutet worden ist. 

Ministerpräsident Geert Bourgeois reagierte unmittelbar auf die Aufforderungen von VOKA: "Auf föderaler Ebene muss ein neues Fluggesetz verabschiedet werden. Das steht auch im föderalen Regierungsabkommen. Deshalb richte ich meinen Appell an die Regierung Michel, dies zu tun. Mein zweiter Appell richtet sich an die Region Brüssel Hauptstadt, die den Flughafen braucht. Sie soll gemeinsam mit der flämischen Region zu einer gerechten  Verteilung kommen."

Weiter betonte Bourgeois: "Alle kommen in den Genuss der Vorteile, lassen Sie nun auch die Lasten auf jedermann gerecht verteilen."