Der heiße September hat Auswirkungen auf die Tiere

Die flämische Naturschutz-Vereinigung Natuurpunt bestätigte jetzt die von vielen Zeitgenossen gemachten Beobachtungen, dass in diesen heißen Septembertagen auffallend viele Schmetterlinge und Libellen in der Natur zu sehen sind. Allerdings gibt Natuurpunt auch an, dass Amphibien und Igel unter der herrschenden Hitze auch in unseren Breitengraden sehr zu leiden haben.

In der Mittwochsausgabe der flämischen Tageszeitung Het Laatste Nieuws ist zu lesen, dass derzeit drei- bis viermal so viele Pfauenaugen (Foto oben) zu sehen sind, als eigentlich zu dieser Jahreszeit üblich. Bei Natuurpunt wurde diese Meldung umgehend bestätigt. Nicht nur Schmetterlinge sind gerade häufiger zu sehen, sondern auch Libellen und andere Insekten.

Die Erklärung dafür ist recht einfach, so Joris Gansemans von Natuurpunt auf Anfrage der VRT-Nachrichtenredaktion: „Normalerweise sind viele dieser Tiere zu dieser Jahreszeit bereits verendet. Doch derzeit sind die Wetterumstände für diese Tiere supergünstig und sie leben länger. Bei den Schmetterlingen sprechen wir schon von einer ‚dritten Generation‘, denn normalerweise leben sie nicht so lange.“

Andere Tiere, wie zum Beispiel die Igel, leiden unter der großen Hitze. Sie finden zu wenig Wasser und müssen deshalb länger nach Wasserstellen suchen. Das hindert sie derzeit daran, Futter für den Winter zu suchen und zu verstecken. Viele werden wohl ohne großartige Futterreserven in Winterschlaf gehen. Das wird wohl oder übel später Auswirkungen auf den Bestand haben, wie Natuurpunt erwartet.

Ab dem kommenden Wochenende sollen die Temperaturen auch in Belgien sinken und dann kann die Natur bei Werten um 20°C wieder auf „normal“ umschalten.