Genk fordert Bürgschaft für 50 versprochene Jobs

Die Stadt Genk in der flämischen Provinz Limburg fordert vom dort aktiven Müllverwerter Suez Facilities eine Bürgschaft über 150.000 € für die von dem Unternehmen versprochenen zusätzlich zu schaffenden 50 Arbeitsplätze. Suez Facilities will drei Standorte in Limburg schließen, um in Genk eine neue Niederlassung zu eröffnen.

Das Abfallverwertungsunternehmen Suez Facilities unterhält derzeit drei Standorte in der Provinz Limburg: Maasmechelen, Beringen und Tongeren (Foto oben). Jetzt will das Unternehmen die drei genannten Standorte schließen, um seine Aktivitäten an einem neuen Standort in der Industriezone Genk-Süd zu konzentrieren.

Eigentlich hielt die Stadt Genk nicht viel davon, Arbeitsplätze auf Provinzebene umziehen zu lassen, doch Suez Facilities versprach der Kommune, dort innerhalb von fünf Jahren 50 neue Arbeitsplätze schaffen zu wollen.

Da Genk die Genehmigung für ein neues Werk von Suez Facilities im Industriegebiet Süd nur zulassen wollte, wenn es um Zuge dessen einen Mehrwert für die Stadt gebe, ging man im dortigen Rathaus auf den Vorschlag ein. Doch Genks Bürgermeister Wim Dries (CD&V) griff zu einer drastischen Maßnahme, um die 50 versprochenen Jobs auch realisieren zu lassen.

Seine Stadt fordert von Suez Facilities eine Garantiesumme von 150.000 € als Bürgschaft für diese Jobs. Das Unternehmen erhält das Geld nur dann zurück, wenn die versprochenen 50 Arbeitsplätze innerhalb von 5 Jahren tatsächlich geschaffen werden. Dies ist im belgischen Bundesland Flandern eine Premiere.

Weitere Garantien

Genk und Suez Facilities einigten sich auf weitere Punkte zum Vorteil der Stadt. So gab der Abfallverwerter weitere Garantien dafür, dass seine Aktivitäten im Industriegebiet Genk-Süd nicht zu einer Erhöhung der Umweltlasten führen wird. Weiter verpflichtete sich Suez Facilities dazu, einen Beitrag zur so genannten „Zirkulären Wirtschaft“ zu leisten, sprich Abfall so zu verwerten, dass daraus neue wertvolle Produkte entstehen können.