Sekkaki steuerte Verbrecherbande von einer Zelle in Marokko aus

Die Justiz in Mechelen hat eine Drogenbande ausgehoben, die von einer Gefängniszelle von Marokko aus gesteuert wurde. Die Bande wurde offenbar von einer der Justiz seit langem bekannten Person angeführt: Ashraf Sekkaki, der Mann, der vor 7 Jahren auf spektakuläre Weise aus dem Gefängnis von Brügge ausbrechen konnte.

Im Sommer 2009 gelang es Ashraf Sekkaki, einem marokkanischen Verbrecher, mit einem Hubschrauber aus dem Gefängnis von Brügge auszubrechen.

Gemeinsam mit ihm flohen auch zwei weitere Häftlinge. Einen knappen Monat später wurde Sekkaki in Marokko gefasst, er wurde eingesperrt, konnte aber auch dort ausbrechen.

Er wurde erneut verhaftet und sitzt derzeit wegen der beiden Ausbrüche 14 Jahre in einem schwer bewachten Gefängnis in der Nähe von Rabat in Haft. Von dort aus steuerte er ein Drogennetzwerk. Zwei seiner Brüder und einige Kumpels wurden ebenfalls festgenommen, doch das Netz blieb weiter bestehen.

"Sobald einer seiner Kumpels im Zuge der Ermittlungen festgenommen wurde, hat man ihn schnell durch eine andere Person ersetzt, die die Aktivitäten übernahm", erklärt Nele Poelmans von der Staatsanwaltschaft Antwerpen.

Anfang dieses Monats wurden zwei weitere Bandenmitglieder festgenommen. Sie hatten 100 000 XTC-Pillen und mehr als ein Kilogramm Kokain bei sich. Die Bande handelte aber nicht nur mit Drogen.

Sie hatten auch eine Home-Invasion, ein Diebstahl mit Gewalt, in einem Haus geplant. Das geplante Verbrechen konnte jedoch von der Polizei vereitelt werden.