Die VRT setzt voll und ganz auf digitales Angebot

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk des belgischen Bundeslandes Flandern, VRT, wird ab 2017 sein digitales Angebot in Sachen Nachrichten und Unterhaltung deutlich ausbauen. VRT-CEO Paul Lembrechts (Foto) gab am Freitag bekannt, dass die Newswebseite deredactie.be, zu der auch flanderninfo.be gehört, nächstes Jahr in vrtnieuws.be umbenannt wird. Daneben sorgt ein digitaler Videoplayer für ein individualisiertes Fernsehangebot.

VRT-Nu wird das neue digitale Video-Angebot unseres Hauses. Dieser digitale Videoplayer erlaubt es den Zuschauern, gleich wann und gleich wo ihre Lieblingssendungen schauen zu können. Dieses Projekt ist nur eines aus einer ganzen Reihe Zukunftsvisionen, die der flämische Rundfunk schnell umsetzen wird, so CEO Paul Lembrechts in einer Vorstellung der Pläne an die Mitarbeiter des Hauses am Freitag.

„Früher war es einfach. Da hatten man Radio und Fernsehen. Heute bieten sich viel mehr Möglichkeiten“, so der seit sieben Monaten in seinem Amt befindliche VRT-CEO. „Das sollte uns nicht abschrecken, ganz im Gegenteil. Die VRT hat die Flamen mit seinen starken Marken schon längst für sich gewonnen. (…) Das können wir mit einem starken digitalen Angebot, dass den Bedürfnissen der Flamen entspricht, wiederholen.“ Man sollte nicht um des Digitalisierens Willen digitalisieren, so Lembrechts, aber wenn die Flamen mehr auf digitale Angebote setzen wollen, „sollten wir dabei sein“.

Mit der Einführung von VRT-Nu ist bereits ein erster Schritt gemacht. Die erste Testphase beginnt in den kommenden Tagen und im Januar wird das Projekt auf den Markt gebracht. Hiermit können die Zuschauer über einen digitalen Videoplayer kostenlos Programme und Sendungen der VRT-Sender schauen und dies zu gleich welchem Zeitpunkt. Alle VRT-TV-Sender sind dann digital zu entdecken: Das erste Programm één, das zweite Programm Canvas und auch das VRT-Kinderfernsehen Ketnet.

Nicht zuletzt werden auf diesem Wege auch die Videoaufzeichnungen von Radiosendungen aus unserem Hause digital zugänglich. Im April folgt dann auch die App für VRT-Nu. Allerdings wird VRT-Nu keinen Zugang auf das gesamte VRT-Archiv gewähren. Rückschauen werden aber zu gegebenem aktuellen Anlass ermöglicht, so Paul Lembrechts dazu.

„Starke Marke!“

Dass die online Nachrichtenplattform deredactie.be bald in vrtnieuws.be umbenannt wird, sei logisch, so der neue CEO: „Die VRT hat als Marke viel mehr Wiederhall in den Köpfen der Verbraucher als deredactie.be. Ziel ist, mit der Marke VRT dem Sender mehr Prominenz zu geben und als Label für Qualität da zu stehen.“

Dies soll bald auch ein  neues VRT-Logo betonen. Noch einmal VRT-CEO Paul Lembrechts: „Mein Ziel für die VRT ist, dass die VRT eine kräftige Marke bleibt und sich noch weiter entwickelt. Sorgen, dass wir stark bleiben, unser Publikum noch besser bedienen, unsere Marktanteile zu konsolidieren und vor allem dafür sorgen, dass wir ein modernes Medienunternehmen werden, klar für 2020 und auch für die Zeit danach.“