"Handelsmission auf den Philippinen absagen"

Die Regierung der Region Brüssel-Hauptstadt ist der Ansicht, dass die für Mai 2017 geplante Handelsmission auf den Philippinen abgesagt werden sollte. Die Mission sollte gemeinsam mit Prinzessin Astrid (Foto) nach Manila reisen, doch die jüngsten drastischen Aussagen des philippinischen Präsidenten Durterte sorgen für ein Umdenken in Brüssel.
BELGA/DESPLENTER

Brüssels Staatssekretärin für Außenhandel, Cécile Jodogne (Défi), gab in einem am Samstag erschienenen Beitrag in der frankophonen Tageszeitung La Libre Belgique zu verstehen, dass die jüngsten Aussagen von Präsident Rodrigo Duterte, der seinen brutalen und tödlichen Kampf gegen Drogensüchtige mit Hitlers Vorgehen gegen die Juden zur Nazizeit verglich, einen Besuch auf den Philippinen unmöglich machen würden.

Falls sich die belgische Bundesregierung dazu entscheide, die Handelsmission unter Prinzessin Astrid doch durchzuführen, werde die Region Brüssel-Hauptstadt wohl nicht dabei sein.

Jodogne schlägt vor, für diese Mission ein anderes Land als Zielort auszusuchen. Sie plädiert für eine Dringlichkeitssitzung  der belgischen Bundesagentur für Außenhandel gemeinsam mit Bund, Ländern und Regionen.

Im Dezember steht eine Handelsmission unter Federführung der Prinzessin in Texas/USA auf dem Programm, danach im Mai eigentlich auf den Philippinen und im zweiten Halbjahr 2017 in der Elfenbeinküste.