Auch BNP Paribas Fortis reagiert auf das Zinstief

Die BNP Paribas Fortis-Bank in Belgien plant die Schließung zahlreicher Filialen in unserem Land und will einige Gebühren erhöhen. Diese Maßnahmen sollen aber keine Auswirkungen auf den Personalbestand haben, hieß es dazu von Seiten des Kreditinstituts. Bei der ING-Bank in Belgien steht am Montag eine außergewöhnliche Betriebsratsversammlung an.

Auch BNP Paribas Fortis reagiert auf das anhaltende Zinstief an den internationalen Finanzmärkten und setzt eine Umstrukturierung in Gang. Dabei sollen dutzende Filialen geschlossen werden - es ist die Rede von 40 der insgesamt 550 Geschäftsstellen - und etwa die gleiche Zahl an Filialen sollen an selbständige Betreiber übertragen werden. Die Gewerkschaften meldeten dazu am Freitag, dass es bei dem Finanzinstitut vorerst nicht zu einem Stellenabbau kommen wird.

Auch bei der ING-Bank in Belgien rumort es in dieser Hinsicht. Hier steht am Montag eine außergewöhnliche Betriebsratsversammlung auf der Tagesordnung. Bei ING wird neben der Schließung von zahlreichen Filialen hingegen sehr wohl mit einem massiven Stellenabbau gerechnet.

Deutsche-Bank-Kunden in Belgien abgesichert

Nach Meldungen einiger Medien in Belgien sind die Sparkunden der Deutschen Bank in unserem Land gegen einen Konkurs ihres Finanzinstituts besser geschützt, als die Sparer bei anderen belgischen Banken. Das liegt daran, dass Deutsche Bank Belgien kein Tochterunternehmen des deutschen Mutterhauses ist, sondern eine Filiale.

Das bedeutet, dass die Kunden dieser Bank im In- und Ausland unter den Schutz der dortigen Garantieregelung fallen. Der deutsche Schutzfonds, die „Entschädigungseinrichtung deutscher Banken“, deckt im Falle einer Bankenpleite mehr ab, als das europäische Durchschnitts-Minimum von 100.000 € pro Kunde und pro Jahr. Die Deutsche Bank durchlebt in diesen Tagen arg tumultartige Zeiten mit hohen Verlusten an den Börsen.