Auch in Flandern Gewalt gegen Bürgermeister

Auch im belgischen Bundesland Flandern haben Bürgermeister von Städten und Gemeinden vermehrt unter physischer oder verbaler Gewalt zu leiden. Inzwischen widmet sich auch der Verband der Flämischen Städte und Gemeinden (VVSG) diesem Phänomen, denn die Zahl der gemeldeten Fälle nimmt weiter zu.

Eine Umfrage unter flämischen Bürgermeistern von Seiten der Tageszeitung Het Nieuwsblad ergab, dass viele der Angesprochenen Probleme dieser Art haben. Meist geht es dabei um Reaktionen von unzufriedenen Bürgern, die sich z.B. über den für sie negativen Ausgang von Dossiers beschweren.

In den meisten Fällen hagelt es dann wüste Beschimpfungen gepaart mit der Androhung von Gewalt. Doch ab und zu, in 6 % der gemeldeten Vorfälle, kommt es auch vor, dass ein Bürgermeister Schläge einstecken muss. Die Bürgerväter haben langsam die Nase voll davon. Ihnen steht jetzt der Verband der Flämischen Städte und Gemeinden zur Seite, der ihnen Hilfe bietet.

Inzwischen will der Verband Vertrauenspersonen einstellen und Selbsthilfegruppen gründen, wie der VVSG-Vorsitzende Mark Suykens am Samstag gegenüber der VRT-Nachrichtenagentur andeutete:

„In solchen Gruppen können Erfahrungen ausgetauscht werden. Es ist wichtig, dass so etwas angesprochen wird und dass man von anderen Bürgermeistern hören kann, wie man damit umgehen oder wie man darauf reagieren könnte, um besser vorbereitet zu sein. Wir sollten vielleicht einen vertrauliche Kontaktstelle einrichten, wohin man anrufen kann, wenn man ein Gespräch oder einen Psychologen sucht.“