Die Trockenheit gefährdet die Kartoffelernte

Durch den anhaltend trockenen Spätsommer droht in Belgien die Kartoffelernte zu misslingen. Das Allgemeine Bauern-Syndikat, eine Gewerkschaft für Landwirte in unserem Land, läutet die Alarmglocken. Fast schon seit rund sechs Wochen hält die Trockenheit in unseren Breitengraden an. Dadurch ist das Wachstum von Kartoffeln und anderen Gewächsen quasi stillgefallen.

Eigentlich müsse hierzulande die Kartoffelernte längst voll im Gange sein, doch bisher lohnt es sich für die Landwirte noch nicht, auf die Felder zu ziehen. Falls jetzt noch ausreichend Regen fällt, so dass die Kartoffeln wachsen können, könnte es noch zu einer lohnenswerten Ernte kommen. Doch dies muss unbedingt vor dem Frost geschehen, sonst war alles umsonst. Kartoffeln sind sehr frostgefühlig, weswegen auch bei späterem Regen die Ernte noch misslingen könnte.

Das Bauern-Syndikat berichtet von vielen betroffenen Landwirten in Belgien, die den Stadt der Dinge angstvoll beobachten. Und die Wetterfrösche sagen noch immer keinen ausreichenden Regen voraus. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf die Verbraucher, die bei Knappheit für ihre „Knollen“ tiefer in die Tasche greifen müssen. Nicht zuletzt betrifft dies in Belgien die Preise für das Nationalgericht Fritten.

Doch von dem anhaltend trockenen Wetter ist bei weitem nicht nur die Kartoffelernte in Gefahr. Auch Mais, Zuckerrüben, Sellerie oder anderes Gemüse gedeiht bei diesem trockenen Spätsommerwetter kaum. Viele Gemüsebauern in Belgien hatten das gleiche auch schon im Frühjahr erleben müssen. Eine zweite Missernte wird wohl für einige von ihnen das Aus bringen.