ING: 3.150 Stellen müssen weg

Mit der Mitteilung wurde gerechnet: An diesem Montagmorgen ist die Nachricht bekannt gemacht worden: 3.150 Stellen in den belgischen Filialen der niederländischen Bankengruppe ING werden gestrichen.

700 Personen sind nach jüngsten Angaben bei Record betroffen. Record gehört zur ING-Gruppe. Der Rest der Stellen wird bei ING selbst abgebaut.

600 von den insgesamt 1.250 Zweigstellen von ING und Record in Belgien werden geschlossen.

Die Nachricht wurde bei einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gruppe bekannt gegeben. Die Bankengruppe betonte, dass sie Entlassungen vermeiden wolle und die Arbeitsplätze über natürliche Abgänge abgebaut werden sollten.

In einem Schreiben des CEO an das Personal, das dem französischsprachigen Sender RTBF offenbar vorliegt, soll jedoch die Rede von 1.700 Entlassungen sein.

In dem Schreiben, dass zahlreiche Empfänger sichtlich verärgerte, weist der Chef von ING Belgien, Rik Vandenberghe, darauf hin, dass er an diesem Montag "die Gelegenheit gehabt hat, das ehrgeizige Ziel des Unternehmens mit den Sozialpartnern zu teilen."

Insgesamt fallen 7.000 Jobs bei ING weg, davon etwa die Hälfte allein in Belgien. Mit der Umstrukturierung will die Bank bis zum Jahr 2021 jährliche Einsparungen in Höhe von etwa 900 Millionen Euro realisieren.

Umstrukturierung

Das Unternehmen setze künftig auf mehr Digitalisierung und auf  eine neue Art des Arbeitens, das heißt ein Arbeiten nach dem Modell des so genannten "Spotify", kleine gemischte Gruppen die zusammenarbeiten und im Dienste der Kunden stehen, hieß es auf einer Pressekonferenz am Montag.

Für Freitag haben die Mitarbeiter von ING und Record bereits einen Streik angekündigt.