Enorme Strompanne im Brüsseler Umland

Tausende Haushalte und auch Behörden bis hin zur Bahn waren am Dienstagnachmittag durch eine Panne von der Stromversorgung abgeschnitten. Dies betraf einige Ortsteile im Brüsseler Süden und in Randgemeinden der Hauptstadt in der Provinz Flämisch-Brabant.

Ein Problem an einer Hochspannungsleitung des Netzwerkbetreibers Elia in Buizingen, verursacht durch unsachgemäß ausgeführte Bauarbeiten eines unvorsichtigen Kranführers, sorgte am Dienstagnachmittag für eine großflächige Strompanne im Süden von Brüssel. In erster Linie betraf dies die Gemeinden Halle, Buizingen, Lembeek, Beersel, Lot, Alsemberg und Sint-Pieters-Leeuw.

Die Strompanne betraf nicht nur private Haushalte, Unternehmen und Behörden, sondern auch die Verkehrsbeleuchtung, sprich Ampelanlagen usw. Der Strom fiel gegen 14h30 aus und diese Strompanne betraf auch teilweise die Eisenbahn.

Für rund eine Stunde ruhte der Bahnverkehr zwischen Halle in Flämisch-Brabant und dem Bahnhof Brüssel Süd/Midi. Die Folgen davon zogen sich nach Angaben des bahneigenen Infrastrukturbetreibers Infrabel bis in die abendliche Stoßzeit hin.

Dies wird in erster Linie die Bahnverbindungen in Richtung Hennegau (Tournai, Mons, Charleroi) und ins nordfranzösische Lille betreffen, aber auch die Verbindung Brüssel-Antwerpen. In Brüssel-Nord warteten bereits am Nachmittag viele Pendler auf ihre Züge in Richtung Süden und Norden.

Gegen 16 Uhr am Dienstagnachmittag konnten Techniker von Elia auch die letzten stromlosen Regionen wieder mit Energie versorgen, doch die Folgen der Panne dauerten noch etwas an. Später wurde deutlich, dass das Unternehmen, dass die Strompanne verursachte, die Bauarbeiten in der Nähe einer Hochspannungsleitung nicht, wie vorgeschrieben, bei Elia angemeldet hatte.