Finanzierung für fünften Nordsee-Windpark steht

Die Zukunft für den Offshore-Windpark Rentel vor der belgischen Nordseeküste ist seit Anfang dieser Woche gesichert. Am Montag einigten sich alle Beteiligten auf eine Finanzierung. Die Investitionssumme beläuft sich auf 1,1 Mia. €. Der belgische Staat bezuschusst das Projekt nach Fertigstellung mit 13 Eurocent pro Kilowattstunde. Dem müssen allerdings noch die EU-Wettbewerbshüter zustimmen.

Rentel wird der fünfte belgische Windpark auf hoher See sein und die Arbeiten für den Bau der Anlagen dürften im Frühjahr 2017 beginnen. An diesem Projekt sind neun Partier beteiligt. Die Anlage wird 34 km nördlich von Ostende entstehen und an das Festland über 40 km Kabel auf dem Meeresboden mit Zeebrügge verbinden.

Die Anlage soll mit insgesamt 41 Windrädern 309 Megawatt Strom liefern, was einer Menge von 1,1 Gigawattstunden Energie pro Jahr entsprechen soll. Schon 2018 soll der erste Offshore-Strom dort produziert werden können und ab 2020 soll Rentel vollständig operationell sein.

Der belgische Staat bezuschusst jede Kilowattstunde mit 13 Eurocent, doch dem muss die EU-Wettbewerbskommission noch zustimmen. Eine entsprechende Antwort werde sechs Wochen bis zwei Monate auf sich warten lassen, gab Bundesenergieministerin Marie Christine Marghem (MR) dazu am Montag an.

Während des Baus der Anlage sollen 1.400 direkte und noch einmal so viele indirekte Jobs davon abhängen. Zum Betrieb der Anlage sollen im Anschluss daran rund 100 Mitarbeiter erforderlich sein.

Neun Partner

Das Rentel-Offshore-Projekt zählt neun Partner. Das sind das Baggerunternehmen DEME, die beiden nachhaltigen Stromproduzenten Aspiravi und Elicio, die Umweltholdings SRIW und Wallonia Offshore aus dem belgischen Bundesland Wallonien, sowie die flämische Energiegesellschaft Z-kracht und ihr wallonischer Partner Socofe, das Offshore-Unternehmen Otary und die Finanzierungsgesellschaft Rent-A-Port (CFE und Ackermans & van Haaren).