John Kerry: "Brüssel zeigte der Welt echte Einheit"

US-Außenminister John Kerry (Archivfoto) ist derzeit in der belgischen Hauptstadt zu Gast, weil er dort an einer internationalen Afghanistan-Konferenz teilnimmt. Am Rande dieser Konferenz hielt Kerry auf Einladung des US-Thinktanks German Marshall Fund eine Rede im Concert Noble in Brüssel. Hier sprach der US-Chefdiplomat eine Reihe internationaler Themen an, lobte jedoch auch die belgische und europäische Hauptstadt Brüssel.

In seiner Ansprache vor dem German Marshall Fund im Concert Noble in Brüssel sprach US-Außenminister John Kerry sowohl über das amerikanisch-russische Verhältnis in Bezug auf den Syrienkrieg, über die Partnerschaft zwischen den USA und der Europäischen Union, über die umstrittenen Freihandelsabkommen CETA und TTIP und andere internationale Themen mehr.

In diesem Zusammenhang sprach John Kerry auch den Brexit an und das Verhältnis zwischen Großbritannien und der Europäischen Union: „Die Einheit der Europäischen Union ist für das transatlantische Verhältnis sehr wichtig.“

Der US-Außenminister plädierte dabei auch für eine starke EU und zwar gerade jetzt, angesichts einer zunehmenden Popularität von Anti-EU- und Anti-Einwanderer-Parteien sowie eben angesichts des Brexit: „Die EU ist für die globale Sicherheit und für den Frieden absolut unverzichtbar und hat dies bereits bewiesen. Man darf all das Gute, wofür die EU gesorgt hat, nicht vergessen. Das ist etwas, was einige Menschen nur allzu schnell machen.“

Doch eingangs seiner Rede ging Kerry auf Brüssel selbst ein und lobte die Stadt für ihren Umgang mit Krisen: „Es ist etwas Besonderes für mich, um hier zu sein. In einer Hauptstadt, die sogar während der gewalttätigen Tage im März Anfang des Jahres der Welt zeigte, wie echte Einheit und Mut aussehen.“