Kurzzeitig Bombenalarm am Brüsseler Nordbahnhof

Die Polizei von Brüssel hat am frühen Nachmittag die vollständige Räumung des Nordbahnhofs (Fotos) angeordnet. Neben dem Bahnhof ist auch das Stellwerk davon betroffen. Das bedeutet, dass kein Zug durch die unterirdische Nord-Süd-Verbindung fahren durfte, um Brüssel zu durchqueren. Doch auch an anderen Orten gab es Räumungen nach Bombenalarm. Am frühen Nachmittag kam die Entwarnung.

Die Evakuierung des Brüsseler Nordbahnhofs beeinträchtigte nicht nur den Bahnverkehr, sondern auch andere Bereiche des öffentlichen Nahverkehrs in der belgischen Hauptstadt. Davon Betroffen waren auch alle Buslinien der flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn von und nach Brüssel-Nord und einige Straßenbahnlinien der regionalen Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB, nämlich die Linien 3, 4, 25 und 55.

Auch in der Umgebung des Justizpalastes am Poelaertplein unweit der Einkaufsstraße Louizalaan wurde Bombenalarm ausgelöst. Hier ist das Portalis-Gebäude betroffen, wo die Brüsseler Staatsanwaltschaft ihren Sitz hatte. Unter den dort evakuierten Personen waren am Mittwochmittag auch zwei Häftlinge, die eigentlich Verhören unterzogen werden sollten. Doch hier gab es bereits kurze Zeit später Entwarnung.

Gegen 14 Uhr 45 kam auch für den Nordbahnhof wieder Entwarnung von Seiten der Brüsseler Polizei. In beiden Fällen konnte die Polizei nichts Verdächtiges erkennen.