Radikaler Ex-Soldat sticht 2 Polizisten nieder

Im Brüsseler Stadtteil Schaarbeek sind am späten Mittwochvormittag zwei Polizisten bei einem Angriff mit einem Messer verletzt worden. Dabei wurden die Beamten leicht verletzt. Der Angreifer wurde von weiteren herbeieilenden Polizisten angeschossen und ebenfalls verletzt. Der Polizei lagen zunächst keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund für diese Tat vor, doch dies wurde später revidiert. Im Laufe des Tages wurde auch bekannt, dass der Mann früher belgischer Soldat war.

Bei dem Angriff wurde einer der Polizisten am Nacken verletzt und sein Kollege erlitt einen Stich in den Bauch. Bei beiden besteht keine Lebensgefahr. Die beiden Beamten wurden in ein Krankenhaus gebracht. Auch der Attentäter wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Eingreifende Polizisten hatten ihn gezielt mit einem Beinschuss unschädlich gemacht und danach überwältigen können. Dabei erlitt ein weiterer Beamte eine Verletzung. Mit einem Schlag ins Gesicht brach der Verhaftete dem Polizisten die Nase.

Der Vorfall ereignete sich an der Lambertmontlaan in Schaarbeek unweit der Britsierslaan. Warum der Mann die Polizisten angegriffen hatte, war am frühen Nachmittag noch undeutlich. Polizei und Staatsanwaltschaft fanden zunächst keine Hinweise auf eine terroristische Tat.

Doch im Laufe des Nachmittags teilte die Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel mit, dass sie die Ermittlungen übernehme. Offenbar lagen doch ausreichend Gründe vor, hier von einer terroristischen Tat zu sprechen, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber der Nachrichtenagentur Belga bestätigte.

Angreifer ist ehemaliger Soldat

Im Laufe des Mittwochs wurde auch die Identität des Angreifers von Schaarbeek bekannt. Es handelt sich dabei um Hicham D., 43 Jahre alt und belgischer Nationalität. Bis 2009 diente D. in der belgischen Armee. Den Sicherheits- und Ermittlungsdiensten ist der Mann allerdings auch wegen Kontakten nach Syrien bekannt. Ob er dort für radikal-islamistische Terrorgruppen auch gekämpft hat, ist bisher nicht bekannt.