E 40: LKW-Parkplätze von Sicherheitsfirmen bewacht

Die drei LKW- und Autobahnrast- und Parkplätze von Jabbeke, Mannekensvere und Drongen an der E 40 unweit der französischen Grenze werden für die Dauer von mindestens einem Monat von privaten Sicherheitsfirmen bewacht. Damit will die flämische Landesregierung vermeiden, dass Flüchtlinge dort in Lastwagen kriechen, um so nach Großbritannien zu gelangen.
Foto Kurt bvba

In den vergangenen Tagen wurden die Rastplätze von Jabbeke und Mannekensvere in Westflandern von Illegalen, die an Bord von Lastwagen nach Großbritannien gelangen wollen, regelrecht überschwemmt. Dies liegt unter anderem an der Schließung des LKW-Parkplatzes von Drongen und der drohenden Räumung des Flüchtlings-Lagers in Calais.

Um zu vermeiden, dass sich das Problem noch weiter nach Belgien, bzw. in die Provinz Westflandern verlagert, macht die flämische Landesregierung jetzt Nägel mit Köpfen und lässt dieneuralgischen Parkplätze an der E 40 in Jabbeke, Mannekensvere und Drongen jetzt für mindestens einen Monat durch private Sicherheitsfirmen bewachen.

Flanderns Verkehrsminister Ben Weyts (N-VA) organisiert im Hinblick auf eine baldige strukturelle Lösung dieses Problems eine Gesprächsrunde mit Vertretern der flämischen Landes-, der belgischen Bundes- und der lokalen und der Provinzebene.

Probleme auch in anderen Landesteilen

In Löwen in der Provinz Flämisch-Brabant hat die Polizei eine Bande von Menschenschmugglern ausgehoben, die eine Zeit lang wohl täglich Flüchtlinge ohne gültige Papiere in Richtung England brachte. Diese Menschen wurden an Bord von Lastwagen auf Fähren nach Großbritannien via Calais gebracht und zwar über LKW-Parkplätze entlang der Autobahnen E 40 und E 314 in einiger Entfernung zu den oben erwähnten Rastplätzen in französischer Grenznähe. Bei einer Polizeiaktion wurden fünf Schlepper und mehrere Flüchtlinge aufgegriffen. Vor ihrer illegalen Reise nach England wurden die Flüchtlinge in sogenannten „Safehouses“ in den Brüsseler Stadtteilen Schaarbeek und Anderlecht versteckt.

Wie die Bundespolizei von Aachen meldet, wurden in der vergangenen Woche 47 Personen aufgegriffen, die aus Richtung Belgien in Deutschland einreisen wollten. Wie die Zeitungen des Aachener Zeitungsverlags am Freitag dazu melden, wurde an der Autobahnausfahrt A 44 in Aachen-Brand ein 27 Jahre alter Belgier gestoppt, der in seinem Fahrzeug fünf minderjährige aus Eritrea nach Deutschland schmuggeln wollte. Gegen den Mann aus Belgien wurde ein Verfahren eingeleitet und die jungen Eritreer wurden dem Jugendamt der Stadt Aachen übergeben.