Überwachungskameras kontrollieren in Brüssel

Seit der Einführung von Überwachungskameras in der belgischen Hauptstadt Brüssel im Jahr 1990 ist die Zahl dieser Kontrollsysteme regelrecht explodiert. Dies meldet die frankophone Tageszeitung La Dernière Heure. Inzwischen überwachen 1.365 Kameras die Hauptstadt, zumeist im historischen Stadtzentrum, aber auch in den Einwanderervierteln.

Vor allem in den vergangenen fünf Jahren haben sowohl die Polizei, als auch die Brüsseler Verkehrsbehörden vermehrt Überwachungskameras angebracht, wie aus einer Statistik von Brussels Studies, eine inter-universitäre Forschungseinrichtung für die Hauptstadt, ersichtlich ist.

Doch das ist noch nicht alles. Zu den Überwachungskameras von Polizei und Verkehrsbehörden kommen noch einmal rund 1.800 Kameras, die die regionale Verkehrsgesellschaft MIVB/STIB in ihren Zuständigkeitsbereichen angebracht hat, z.B. in den U-Bahn-Stationen.

Diese Kameras sind über die gesamte Region Brüssel-Hauptstadt verteilt, doch die Gewichtung kann sehr unterschiedlich ausfallen. So sind in den Gemeinden Audergem und Watermaal-Bosvoorde überhaupt keine Kameras zu sehen, während im Herzen der Brüsseler Altstadt 217 dieser Systeme angebracht wurden.

In den traditionellen Einwanderervierteln Schaarbeek und Molenbeek wurden 59, respektive 75 Überwachungskameras angebracht. Auch in den „Problemvierteln“ Matonge, Sint-Joost-ten-Noode und Anneessens sind viele dieser Kameras zu finden. Kurzfristig kommen 180 weitere Kameras in der Polizeizone Brüssel-Süd zum Einsatz.

Ob diese Überwachungskameras letztendlich einen abschreckenden Effekt haben oder bei Fahndungen erfolgreich sind, kann (noch) nicht belegt werden. Für ein Sicherheitsgefühl sowohl bei den Bewohnern, als auch bei den Touristen, sorgen die Kameras offenbarschon, wie die Autoren der Studie feststellten. Brüssel sorge auch damit für ein besseres Image.