Polizei patrouilliert wieder an Grenzübergängen in der Küstenregion

Ab nächster Woche werden wieder regelmäßig Polizeikontrollen an den Grenzübergängen an Belgiens Küste eingesetzt. Damit soll verhindert werden, dass Flüchtlinge auf Belgien ausweichen, da das Lager in Calais aufgelöst wird.
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Auf der Autobahn bei Calais haben vergangene Nacht wieder Flüchtlinge Gegenstände auf die Fahrbahn geworfen, um Lkw zu stoppen. Sie hoffen, auf die Laster klettern zu können, um nach Großbritannien mitfahren zu können. Jetzt, da der so genannte "Dschungel von Calais" aufgelöst wird, ist damit zu rechnen, dass erneut mehr Flüchtlinge die Überfahrt via Zeebrügge versuchen.

Anfang des Jahres war das auch schon der Fall, als die Grenze zu Frankreich vorübergehend geschlossen wurde.

Der erneute Grenz-Einsatz erfolgt im Zuge der Pläne, die auf Anfrage des Provinzgouverneurs Carl Decaluwé und des Innenministeriums von Jan Jambon (N-VA) ausgearbeitet wurden, um Einwanderungswellen abzufangen.

Menschen ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung werden nicht ins Land gelassen. Transitmigranten, die sich auf belgischem Terrain befinden und die keine gültige Aufenthaltsgenehmigung haben, werden festgenommen. Danach wird das Ausländeramt eingeschaltet und sie erhalten die Aufforderung, das Land zu verlassen.

Die Auflösung des Lagers ist für den 17. Oktober angesetzt, doch verschiedene französischsprachige Medien melden inzwischen, dass die Auflösung um eine Woche verschoben würde.