Untersuchung läuft: Flugzeug im Auftrag von Lufthansa stößt fast mit Aer Lingus-Maschine zusammen

Auf dem Brüsseler Flughafen von Zaventem ist letzte Woche ein Flugzeug, das im Auftrag der deutschen Gesellschaft Lufthansa unterwegs war, fast mit einer Maschine der irischen Gesellschaft Aer Lingus zusammengestoßen. Jetzt ermitteln die Behörden, wie es dazu kommen konnte.

Einer der beiden Piloten war zu früh gestartet, erzählt Dominique Dehaene von der Flugverkehrsleitung Belgocontrol.

"Am 5. Oktober hat sich der Zwischenfall ereignet. Dank des Einschreitens der Luftverkehrskontrolle konnte ein Unfall vermieden werden. Ein Pilot hatte die Instruktionen der Flugverkehrskontrolle ignoriert und ist zu früh gestartet, so dass ein anderes Flugzeug ein 'go-around' (dt.: 'Durchstarten') machen und warten musste, um landen zu können."

Belgocontrol ist verpflichtet, derartige Zwischenfälle zu melden.

"Belgocontrol macht das auch. Erste Ermitllungen haben ergeben, dass Belgocontrol richtig gehandelt hat", so Dehaene.

Laut Peggy Cortois vom belgischen Verband gegen Flugbehinderung habe es sich um einen großen Zwischenfall gehandelt, zu dem es nicht hätte kommen dürfen.

Die beiden Passagiermaschinen, die in den Zwischenfall verwickelt waren, war eine Embraer ERJ-195 der Gesellschaft Air Dolomiti, die für Lufthansa nach München fliegen sollte und ein Airbus A320-200 von Aer Lingus, die aus Dublin kam und in Zaventem landen wollte.