Gendatenbank aller Belgier in Planung

Unser Land investiert 10 Millionen Euro in eine Technologieplattform zur Speicherung des vollständigen DNA einiger tausend Belgiern. Ein Konsortium von Forschungseinrichtungen, Krankenhäusern und Unternehmen hat sich auf dieses Projekt geeinigt, schreibt die Wirtschaftszeitung „De Tijd“ in ihrer Wochenendausgabe.
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Diese DNA-Plattform soll eine maßgeschneiderte und korrekte Diagnose von Krankheiten und deren effizientere Behandlung ermöglichen. Das Projekt soll darüber hinaus eine Übersicht der erblichen Gesundheitsrisiken der Belgier ermöglichen, um prophylaktisch eingreifen zu können.

Die Initiativnehmer sehen diese Plattform auch als ersten Schritt hin zu einem genetischen Pass für jeden neugeborenen Belgier. Der kann lebenslang der Gesundheitsvorsorge dienen.

Wichtig ist eine schnelle und korrekte Interpretation großer Datenmengen. Deshalb bündeln die Forschungseinrichtungen Imec und iMinds ihre Expertise mit anderen belgischen und internationalen Technologieunternehmen.

Wenn alles nach Plan verläuft, sollen die Daten der ersten Patienten bereits nächstes Jahr zur Verfügung stehen. Beteiligt sind an dem Konsortium auch die Uni-Kliniken von Löwen, Brüssel, Gent und Antwerpen, die KU Leuven, das Wissenschaftliche Institut des Gesundheitsministeriums, Intel und einige andere internationale Technologiebetriebe mit einer Niederlassung in Belgien.