Wöchentlich 230 Familien Wohnung gekündigt

Jede Woche wird in Flandern 230 Familien die Mietwohnung gekündigt. Pro Jahr sind das 12.000 Betroffene. Es handelt sich um Mieter deren Wohnungseigentürmer ein Gerichtsverfahren eingeleitet hatte, weil sie ihre Miete nicht mehr zahlten.

2015 beantragten mehr als 60.000 Familien bei den Sozialämter einen finanzielle Unterstützung, weil sie ihre Miete oder ihre Wasser- und Energierechnungen nicht mehr bezahlen konnten.

Um zu verhindern, dass Privathaushalte mit Niedrigeinkommen ihre Wohnungen verlieren, ist es unbedingt notwendig, dass die niedrigsten Löhne und Sozialleistungen erhöht werden. Das fordert der Verband der flämischen Städte und Kommunen. Auch Maßnahmen zur Förderung von unterprivilegierten Menschen seien dringend notwendig, so der Verband.

Der private Wohnungsmarkt steht in ganz Belgien unter Druck, weil kurzfristig monatlich 1.500 anerkannte Asylbewerber eine Mietwohnung suchen müssen. Das macht es für Menschen mit niedrigen Einkommen momentan besonders schwer eine Wohnung zu finden.

Notwendig sei deshalb auch der Bau von Sozialwohnungen und die Vergabe von Mietzuschuss an Menschen mit niedrigen Einkommen.