Schließung "Dschungel" in Calais - Belgien vorbereitet

Belgiens Innenminister Jan Jambon (N-VA) sagte am Wochenende, dass unser Land auf eine Räumung des Flüchtlingslagers von Calais in Nordfrankreich vorbereitet sei. Da sich eine Lösung für die dort befindlichen Kinder und Jugendlichen anbietet, könnte eine Räumung des Lagers bevorstehen. Belgien befürchtet, dass viele dieser Flüchtlinge ihr Glück hier suchen werden. Inzwischen werden auch LKW-Parkplätze an Belgiens Autobahnen bewacht.

Bundesinnenminister Jambon sagte, dass unser Land in jeder Hinsicht auf eine bevorstehende Räumung des „Dschungles“ von Calais vorbereitet sei und zwar auf alle möglichen Szenarien. Zudem sorgt eine Verteilung der Flüchtlinge aus Calais auf andere Regionen in Frankreich im eventuell betroffenen Westflandern für eine leichte Entspannung.

Und doch fürchten viele hier, dass nicht wenige dieser Flüchtlinge versuchen werden, via Belgien nach Großbritannien zu gelangen und eventuell im küstennahen Flandern illegale Lager entstehen lassen.

Aus Regierungskreisen in Brüssel war zu vernehmen, dass man in engem Kontakt zu den französischen Behörden stehe, meldet die flämische Tageszeitung De Morgen am Montag. Dies wolle aber nicht sagen, dass man nicht auf eventuelle Probleme vorbereitet sei.

Zum einen würden die Polizeiaufgebote entlang der belgisch-französischen Grenze erhöht und zum anderen werde man Registrierungsbüros einrichten, um hierzulande aufgespürte Flüchtlinge erfassen zu können. Diese würden dann umgehend dazu aufgefordert, das belgische Staatsgebiet zu verlassen.

LKW-Parkplätze bewacht

Seit Montag werden einige LKW-Parkplätze an der Autobahn E40 von privaten Sicherheitsunternehmen bewacht. Dabei handelt es sich um die Parkings von Jabbeke und Mannekesvere in Westflandern. Gleichzeitig bleibt der LKW-Parkplatz von Drongen in Ostflandern weiter geschlossen. Vorläufig kann hier nur gegen eine geringe Parkgebühr angehalten werden. Vielleicht wird Drongen ab November ebenfalls von privaten Sicherheitsleuten bewacht.