Neuer Bahnfahrplan 2017: Erweitertes Angebot auf Vorstadtnetzen

Die Bahngesellschaft NMBS plant bis Ende 2017 ein erweitertes Angebot auf den Vorstadtnetzen um Brüssel, Antwerpen und Gent. Das geht aus dem Fahrplan der Bahn, den der Verwaltungsrat der NMBS am Freitag verabschiedet hat, hervor. Der Fahrplan 2017 ersetzt den bisher gültigen Plan aus dem Jahr 2014. Nach dem Plan werden zum Beispiel bestimmte Verbindungen an Samstagen besser bedient. Insgesamt sind mehr Züge vorgesehen, aber auch eine Anhebung der Preise.
Jasper Jacobs

Im Fahrplan 2017 sind die großen strategischen Strecken des Bahnangebots der belgischen Bahn NMBS festgelegt.

Der neue Bahnfahrplan konzentriert sich auf eine Erweiterung des Bahnangebots auf den Vorstadtnetzen. So soll insbesondere das Zug-Angebot um Brüssel, Antwerpen, Gent, Charleroi und Lüttich ausgebaut werden. "Auf diese Weise können wir helfen, dass die Staus dort nicht aus dem Ruder laufen", betont der NMBS-Sprecher Bart Crols. Es sei noch zu früh, konkrete Beispiele zu nennen, aber man werde alles dafür tun, um das Angebot rund um die Städte zu verbessern. Man wolle zum Beispiel zusätzliche Züge zu den Hauptverkehrszeiten einsetzen.

Ferner soll das Angebot auf bestimmten Verbindungen an Samstagen verbessert werden. So soll die Häufigkeit auf bestimmten Strecken erhöht werden und es könnten Züge an Orten eingesetzt werden, an denen es bislang noch kein Zugangebot an Samstagen gegeben hat, heißt es bei der NMBS.

"Wir passen uns damit an das Verhalten von Reisenden an, zum Beispiel wenn Leute einkaufen gehen wollen", so der Sprecher weiter.

Außerdem sieht der Plan vor, dass der Bahnverkehr zwischen Knokke-Blankenberge und Genk auf zwei Züge aufgeteilt wird: Zwischen Knokke und Brussels Airport und zwischen Blankenberge und Genk.

Die NMBS betont zudem, dass der Bahnfahrplan eine Senkung der Reisezeit und eine Optimierung der Anschlüsse vorsieht. Die Bahngesellschaft plant auch eine Zunahme der Anzahl an Bahnkilometern um 3,7 Millionen. Das entspricht einer Steigerung des Gesamtangebots um 4,9 Prozent.

Man habe dieses Mal auf verschiedenen Ebenen - lokal, regional und föderal - und mit verschiedenen Interessensgemeinschaften überlegt, erklärt der Verkehrsminister François Bellot (MR) zufrieden.

Fahrpreise werden teurer

Überdies soll die Verbindung von Lüttich nach Tournai z.B. durch den Einsatz von mehr Zügen, vor allem am Wochenende, verbessert werden. Eine Rückkehr das Thalys auf dieser Strecke ist allerdings nicht vorgesehen.

Auf den Strecken von Brüssel in die wallonischen Großstädte sollen ab 2017 ebenfalls mehr Züge verkehren.

Nach dem neuen Fahrplan steigen die Preise für Zugfahrkarten ab Februar im Schnitt um drei Prozent.