Gemeinsame Bekämpfung der Einbruchplage

Im Kampf gegen Einbrecherbanden wollen Belgien, Deutschland und die Niederlande ihre Zusammenarbeit verstärken. Geplant sind unter anderem gemeinsame Ermittlungsgruppen. Das sieht ein Vertrag vor, der am Montag in Aachen unterzeichnet wurde.

Das Abkommen wurde „Aachener Erklärung“ getauft und will "den Kontroll-, Fahndungs- und Ermittlungsdruck auf Straftäter erhöhen". Gemeinsam wollen die drei Länder in Zukunft gegen Einbrecherbanden vorgehen. Die Zusammenarbeit wird massiv verstärkt.

Die Vereinbarung sieht gemeinsame Fahndungen vor, um Banden besser aufspüren und verfolgen zu können. Speziell für die Bandenkriminalität seien sogenannte "Fallkonferenzen" mit Ermittlern geplant, um durch Europa reisende Einbrechergruppen besser aufspüren und länderübergreifend verfolgen zu können.

Ziel ist, dass die drei Länder in Zukunft wesentlich öfter als bislang auf DNA-Daten von Tatverdächtigen zugreifen. Durch den "genetischen Fingerabdruck" sollen mehr Einbrecher überführt werden.

Die „Aachener Erklärung“ sieht auch einen Austausch der Polizeibehörden aller beteiligten Länder über die Erkenntnisse zu Tätern, Vorgehensweise, Bandenstrukturen und Kriminalitäts-Brennpunkten vor. Straftätern soll der Rückzug in Ruheräume erschwert werden. "Noch im November finden erste gemeinsame Kontrollen statt", sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Jäger. Die Strafverfolgung soll genauso beweglich werden, wie es die Täter längst sind.