WKI: 200.000 Euro für Gedenkstätte in Australien

Der flämische Ministerpräsident, Geert Bourgeois, stellt 200.000 Euro für die Anlage einer Gedenkstätte zu Ehren von Soldaten, die während des 1. Weltkrieges an der flämischen Front fielen, zur Verfügung. Die Gedenkstätte soll in der australischen Stadt Canberra angelegt werden. Das hat Bourgeois an diesem Dienstag wissen lassen.

Die offizielle Eröffnung des Flanders Fields Memorial Garden in Canberra ist für April 2017 geplant.

Die Gedenkstätte wird die zweite dieser Art, nach der Gedenkanlage in London, die 2014 eingeweiht wurde. Die "Gedenkgärten" werden mit Erde der Gefechtsfelder von Flanders Fields angelegt. Sie werden zu Ehren der gefallenen Soldaten errichtet und sie dienen als Ort, an dem den gefallenen Soldaten gedacht werden kann. Gleichzeitig sind sie ein Ort der Hoffnung, des Friedens und der Versöhnung, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministerpräsidenten.

Mehr als 400.000 Australier nahmen am 1. Weltkrieg teil und knapp 60.000 unter ihnen haben ihr Leben in diesem Krieg lassen müssen.

Australien hält die Erinnerung an sie mit einer jährlich stattfindenen Gedenkveranstaltung am ANZAC Tag (am 25. April) lebendig. Auch in Flandern finden an diesem Tag jedes Jahr Gedenkmomente statt. Dadurch seien die Beziehungen zwischen Australien und Flandern mit den Jahren noch stärker geworden.

"Wir erinnern nicht nur während der Zeit zwischen 2014 bis 2018 aktiv an den 1. Weltkrieg, sondern auch danach", so Geert Bourgeois in der Mitteilung. "Mit diesen Gedenkstätten wollen wir weiterhin das internationale Interesse für Flanders Fields als Friedensbestimmung für die Zeit nach 2016 wecken."