Die Notrufsäulen in Flandern haben ausgedient

Wer in Zukunft auf einer Autobahn im belgischen Bundesland Flandern eine Autopanne erleidet und kein Handy griffbereit hat, der muss auf das Wohlwollen anderer Verkehrsteilnehmer hoffen. Die Notrufsäulen entlang der flämischen Autobahnen haben seit dem 1. November ausgedient.

Etwa 1.350 Notrufsäulen zählt das belgische Bundesland Flandern noch an den Autobahnen, quasi eine alle zwei Kilometer. Zuletzt wurden diese hier „praatpaal“, „Sprechpfahl“ genannten Helfer in der Not landesweit nur noch etwa 8,7 Mal pro Tag genutzt, zu wenig, um sie weiter zu unterhalten. Zudem betrafen nur etwa 3,5 % der Anrufe tatsächlich technische Probleme oder Unfälle.

35 % der Anrufe via Notrufsäule betrafen Gegenstände auf den Fahrbahnen oder gar die Suche nach dem Weg. Doch der Unterhalt dieses mobilen Netzwerks für die Notrufsäulen kostet die flämische Straßenverwaltung jährlich rund 800.000 €. Bis Mitte 2017 sollen alle Säulen abgebaut sein. In Wallonien sollen sie aber bis 2020 im Dienst bleiben.

Viele Jahre lang haben sie als Hilfs- und Notmittel gedient, doch jetzt kam das Aus für die Notrufsäule in Flandern und die Geräte können in den verdienten Ruhestand gehen. Für die meisten von ihnen bedeutet dies allerdings wohl die Schrottpresse…