Belgien: Kaum Illegale nach Räumung in Calais

Seit der Räumung des sogenannten „Dschungels“ in Calais, einem illegalen Lager, in dem Flüchtlinge und Asylsucher meist hoffnungslos auf eine Überfahrt nach Großbritannien wartete, hat die belgische Polizei im Grenzgebiet zu Nordfrankreich kaum zusätzliche entsprechende Personen aufgegriffen.
James Arthur Photography

Seit dem die französischen Behörden damit begonnen haben, den „Dschungel“ von Calais zu räumen, hat die belgische Polizei etwa 270 illegal in unserem Land befindliche Flüchtlinge aufgegriffen.

Damit wurden hier seit dem etwa 20 Illegale festgenommen. Doch nach Angaben von Bundesinnenminister Jan Jambon (N-VA) sind dies nicht signifikant mehr Aufgriffe dieser Art als üblich. Trotzdem sollen die für den Fall der Fälle zusätzlich an die belgisch-französische Grenze in Nordseenähe beorderten Polizisten „stand-by“ bleiben.

Die meisten in Belgien aufgegriffenen Flüchtlinge im Hinterland der Nordseeküste oder in der Nähe der flämischen Häfen sind mittellose Afrikaner aus Somalia oder Eritrea, die versuchen wollen, von hier aus in LKW versteckt die Überfahrt ins „gelobte Land“ Großbritannien zu schaffen, weil dies in Frankreich immer schwieriger wird.