NSA soll auch Server in Belgien gehackt haben

Der US-Nachrichtendienst NSA soll zwei Server in Belgien gehackt haben. Das sollen nach Angaben des Hackerkollektivs Shadow Brokers die Server der Freien Universität Brüssel und des frankophonen Rundfunks RTBF sein. Diese beiden Institutionen stehen auf einer Liste von Einrichtungen weltweit, die durch die NSA gehackt worden sein sollen.

Das Hackerkollektiv Shadow Brokers veröffentlichte unlängst eine Liste von hunderten Servern weltweit, in die der amerikanische Nachrichtendienst NSA eingedrungen sein soll. Ein Großteil dieser so ausgehorchten Einrichtungen sind Universitäten, öffentlich-rechtliche oder staatliche Institutionen und andere Bereiche.

In erster Linie handelt es sich dabei wohl im Server aus Russland, China und Pakistan, aber auch um Einrichtungen in Europa und eben auch in Belgien.

Das Hackerkollektiv Shadow Brokers veröffentlichte diese Liste im Internet und gab an, dazu in Kontakt zu Harold Martin gestanden zu haben. Martin ist ein ehemaliger NSA-Mitarbeiter, der von den US-Behörden beschuldigt wird, 50 Terrabyte Daten seines früheren Arbeitgebers gestohlen zu haben.

Unter den von der NSA durchleuchteten Einrichtungen in Europa befinden sich auch die niederländisch-sprachige Freie Universität Brüssel, VRT, und unsere Kollegen der RTBF, der öffentlich-rechtliche frankophone Rundfunk in Belgien. Bei der RTBF heißt es dazu, dass der betreffende Server bereits seit einiger Zeit nicht mehr genutzt wird.