Bei Terroralarm Mobilfunkempfang stören

Der gesetzliche Rahmen für den Einsatz von Störsendern für den Mobilfunk steht. So soll verhindert werden, dass Terroristen Bomben ferngesteuert mit einem Handy zünden. Armee und Sicherheitsdienste können ab jetzt im Notfall solche Störsender einsetzen.

Diese Störsender blockieren das Signal eines Handys. Bei Auslandseinsätzen setzt die belgische Armee bereits solche Geräte ein. In Belgien selbst waren sie bisher verboten und das obschon die Armee sie seit Februar auch im Inland benutzte. Deshalb musste die entsprechenden Gesetzgebung angepasst werden.

Alexander De Croo, der zuständige Telekomminister, bestätigt die entsprechende Gesetzesänderung: „Wir wollen es Minenräum- und Sicherheitsdiensten ermöglichen, in besonderen Terrorsituationen, wenn wir zum Beispiel über Anschlagspläne informiert sind, Mobilfunksignale zu blockieren.. So können wir verhindern, dass eine Bombe mit einem Handy ferngezündet wird.“

Der Einsatz solcher Störsender kann auch die Kommunikation zwischen den Terroristen unmöglich machen. So können auch alle Handys in einem so genannten Safehouse, wo sich Terroristen verstecken, blockiert werden.

Der Einsatz dieser Störsender soll aber streng kontrolliert werden, betont Minister De Croo. „Wir wollen die Störsender nicht gleich wo und gleich wann einsetzen, sondern nur in Situationen, die akut gefährlich sind und wenn der Schutz der Bevölkerung erforderlich ist.“