Atar soll hinter Anschlägen in Paris und Belgien stecken

Oussama Atar, ein flüchtiger Terrorverdächtiger, ist durch einen anderen Verdächtigen beschuldigt worden, hinter den Anschlägen von Paris gesteckt zu haben. Der 32-jährige Belgier marokkanischer Herkunft soll die Anschläge koordiniert haben und möglicherweise auch hinter den Anschlägen in Belgien stecken.

Atar wird schon seit längerem von der Justiz gesucht, weil er verdächtigt wird, in die Anschläge in Paris und Brüssel verwickelt zu sein.

Der Mann wurde vor Jahren im Irak von der amerikanische Armee festgenommen. Er saß in amerikanischen Gefängnissen im Irak, kam aber wieder frei und schloss sich danach der Terrororganisation IS an. Er ist ein Neffe der El Bakraoui-Brüder, die sich in Maalbeek und Zaventem in die Luft sprengten.

Die Justiz verdächtigt ihn also auch, hinter diesen Anschlägen gestanden zu haben. Es gibt neue Hinweise hierfür: Ein anderer Verdächtiger hat ihn auf einem Foto als den Mann wiedererkannt, der ihn von Syrien aus nach Frankreich gesandt habe, um dort Anschläge zu verüben. "Er ist der einzige Koordinator aus Syrien, der während der Ermittlungen identifiziert wurde", sagen Quellen aus Ermittlungskreisen. Auch wird ihm ein Link zu den Anschlägen in Belgien nachgesagt. Es ist ein zusätzlicher Hinweis. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Ermittler dem anderen mutmaßlichen Terroristen nicht ohne weiteres glaubten.

Trotzdem wird weiter nach Atar gesucht. So führte die Polizei in den vergangenen Monaten verschiedene Hausdurchsuchungen u.a. bei der Familie von Atar in Laken durch. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann aus Syrien nach Belgien zurückgekehrt sei.