Marks & Spencer will Geschäft in Brüssel wieder schließen

Der britische Einzelhändler Marks & Spencer plant eine Schließung seines einzigen Geschäftes in Belgien. Das hat Marks & Spencer an diesem Dienstag mitgeteilt. Das Geschäft befindet sich auf der Guldenvlieslaan/Avenue de la Toison d'or in Brüssel.

Die Schließung ist für das kommende Frühjahr geplant. 126 Arbeitsplätze sind infolge der geplanten Schließung bedroht.

Man habe diesen Vorschlag im Anschluss an eine Analyse zu den insgesamt 466 internationalen Marks & Spencer-Geschäften gemacht. Dabei spiele auch die Rentabilität eine Rolle, heißt es in einer kurzen Mitteilung an die Presse.

Das Einzelhandelsunternehmen aus Großbritannien hatte erst im Mai 2015 ein Geschäft in Belgien wiedereröffnet, nachdem es 2001 Belgien ein erstes Mal verlassen hatte.

Die Einweihung des 5.000 Quadratmeter großen Geschäftes hatte massenweise Kunde angezogen. Auch die belgische Schauspielerin, Marie Gillain, die britische Botschafterin in Belgien, Alison Rose und der Generaldirektor von Marks & Spencer, Marc Bolland, waren bei der Eröffnung damals.

Für die Mitarbeiter war die Ankündigung der Schließung an diesem Dienstag ein Schock. "Das kommt überraschend. Wir haben überhaupt nicht damit gerechnet", so ein Gewerkschafter. Man werde sehen, was man in den nächste Stunden mache und stelle sich Fragen bei der Schließung. "Man eröffnet, man schließt, man öffnet wieder und schließt....Das sieht ein bisschen nach einem kurzfristigen Management aus."

Sollte sich keine Alternative zur Schließung finden und diese sich bestätigen, könnten die Türen von M&S in Brüssel bereits im Mai/Juni 2017 geschlossen sein.

Die Schließung des Geschäfts in Belgien erfolgt im Rahmen einer umfassenden Restrukturierung, nach der Marks & Spencer Geschäfte in 10 Ländern, u.a. in Frankreich und den Niederlanden, aufgibt. Auch Verkaufsstellen im Vereinigten Königreich selbst werden zugemacht. Insgesamt ist die Schließung von mehr als 100 Geschäften weltweit vorgesehen.