Gelder von mutmaßlichen Terroristen werden eingefroren

Die belgische Zentralregierung hat angeordnet, Oussama Atar, den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge in Paris und Brüssel, finanziell auszuhungern.

In dieser Woche wurde bekannt, dass die Justiz Atar verdächtigt, der Auftraggeber der Anschläge gewesen zu sein. Atar ist ein Belgier marokkanischer Herkunft, der bereits seit Monaten flüchtig ist. Jetzt will Belgiens Regierung alle Besitztümer von Atar und 14 weiteren Verdächtigen einfrieren lassen.

Finanzminister Johan Van Overtveldt betonte in der VRT: "Der Kampf gegen Terrorismus muss auch finanziell mitgetragen werden. Wir planen deshalb, insbesondere den Syrienkämpfern ihre finanziellen Mittel zu entziehen, indem wir ihr Geld beschlagnahmen."

Ferner betonte er: "Es handelt sich dabei um Besitztümer dieser Leute. Wir sind davon überzeugt, dass es sehr wichtig ist, ihnen im weitesten Sinne des Wortes ihre finanziellen Ressourcen zu entziehen, so dass sie in diesem Bereich weniger Spielraum haben."

Anfang des Jahres hatte die Regierung auch schon die Besitztümer von 12 Terrorverdächtigen eingefroren, darunter die von Mohamed Abrini, der "Mann mit dem Hut".