"Trump-Sieg wird Belgiens Wirtschaft schaden"

Jori Faber, ein Mitarbeiter der Clinton-Wahlkampf-Mannschaft in Miami aus den Niederlanden, sagte gegenüber der flämischen Ausgabe der Gratiszeitung Metro, dass der Sieg Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen Belgien wirtschaftlichen Schaden zufügen könne. Auch beim Unternehmerverband VOKA in Flandern macht sich große Sorge breit.
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Jori Faber ist Niederländer und studiert an der Antwerpener Universität (UAntwerpen). In den vergangenen Monaten allerdings arbeitete er für die Wahlkampf-Maschine der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in Florida.

Von dort auch gab er gegenüber der flämischen Ausgabe der Gratiszeitung für Nahverkehrsnutzer, Metro, an, dass der überraschende Sieg des republikanischen Kandidaten Donald Trump auch für Belgien nicht folgenlos bleiben werde.

„Sein Sieg wird wirtschaftliche Konsequenzen mit sich bringen. Trump will einen Handelskrieg gegen China führen und das wird dem Welthandel, also auch Belgien, Schaden zufügen“, so Faber aus Richtung Miami.

Unruhe bei Flanderns Unternehmern

Auch bei VOKA, dem Arbeitgeberverband für Flandern und Brüssel, machen sich Sorgen breit. Am Rande eines „American Breakfast“ am VOKA-Stammsitz in der Koningsstraat in Brüssel nach der US-Wahl gab CEO Hans Martens an, er habe sich wie nach einem Fußballspiel gefühlt, dass seine Mannschaft verloren habe.

Viele flämische Unternehmer haben jetzt Sorgenfalten auf der Stirn, denn Trump will ökonomisch protektionistisch vorgehen. Da die USA einer der wichtigsten Handelspartner des belgischen Bundeslandes Flandern ist, kann man diese Sorgen verstehen.

Was auch die flämische Wirtschaft fürchtet, ist das, was jetzt eingetreten ist: Weltweite wirtschaftliche Unsicherheit. Dies wurde auch beim amerikanischen „Katerfrühstück“ nach dem Wahltag in Amerika deutlich. Da halfen auch keine Donuts oder Muffins mehr weiter…