Schon wieder ein Auto in der Brüsseler Metro

Schon wieder lacht die belgische Hauptstadt über ein Auto, das den Weg in die Brüsseler Metro gefunden hat. Auch diesmal wurde der Vorgang aus einer Prémetro-Station im Brüsseler Stadtzentrum gemeldet. Glücklicherweise fuhr das Auto spät am Donnerstagabend in den Tramtunnel, so dass es kaum zu verkehrstechnischen Problemen kam.

Kurz vor Mitternacht am späten Donnerstagabend folgte eine Fahrerin den Straßenbahngleisen im Brüsseler Stadtzentrum und geriet so in den Tunnel der Prémetro, also der unterirdischen Straßenbahn zwischen dem Nord- und dem Südbahnhof, und zwar an der Station Lemonnier.

Sehr weit kam die Fahrerin nicht, denn sie bemerkte ihr Problem recht schnell. Fahrgäste, die in der Station Lemonnier auf ihre nächtliche Tram warteten, halfen der Unglücklichen aus ihrem Wagen und riefen die Polizei.

Nach Angaben von An Van Hamme, der Sprecherin der regionalen Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB mussten die Straßenbahnlinien 3 und 4 nur kurzzeitig unterbrochen werden. Dies führe auch zu keinem großen Problem, denn zu dieser Stunde ist der Fahrplan dort sehr ausgedünnt.

Im Februar dieses Jahres war schon einmal ein Auto in eine unterirdische Metrostation geraten. Damals schaffe es ein Fahrer eines Range Rover einige Stationen weit, um schlussendlich am Haltepunkt Hallepoort zum Stehen zu kommen. Auch hier folgte der Fahrer den Tramgleisen, ohne aufzupassen. Seinerzeit jedoch führte der Vorfall zu einer längeren Unterbrechung des Metroverkehrs.

Kurz davor, am Silvesterabend, hatten einige Witzbolde einen Kleinwagen an der Metrostation Clemenceau die Treppen zu den Bahnsteigen hinuntergerollt. Die MIVB/STIB kündigte an, im nächsten Jahr Pfeiler an einigen neuralgischen Punkten rund um das Tram- und Metro-Tunnelnetz installieren zu wollen, um derartigen Unachtsamkeiten oder Scherzen vorzubeugen.