Gedenkstätte für die Terroropfer im Zonienwald

Im Zonienwald im Brüsseler Norden soll eine Gedenkstätte für die 32 Opfer der Terroranschläge auf den Flughafen von Zaventem und die Metrostation Maalbeek im Brüsseler Stadtzentrum entstehen. Dabei soll für jedes der Opfer eine Birke gepflanzt werden. Wo genau diese Gedenkstätte im Zonienwald entstehen soll, ist noch nicht genau bestimmt.

Sicher ist bisher lediglich, dass diese Stätte des Gedenkens am 21. März 2017 eingeweiht werden soll, also einen Tag vor dem Jahrestag der Attentate und genau zum Frühlingsbeginn. Die 32 Birken, die am diesem noch genau zu bestimmenden Gedenkort gepflanzt werden sollen, sollen bereits bis dahin einige Meter hoch gewachsen sein. So sieht es jedenfalls Landschaftsarchitekt Bas Smets vor, der die Anlage entwerfen wird.

Die Region Brüssel-Hauptstadt kam auf die Idee, einen solchen Ort im Zonienwald zu errichten, nach dem Freunde eines der 32 Brüsseler Opfer, das im Ausland beerdigt wurde, erzählten, dass dort Bäume für Verstorbene gepflanzt würden, die man besuchen könne, um ihren Liebsten weiter nahekommen zu können.

Brüssel denkt aber daran, die geplanten 32 Bäume gemeinsam zu pflanzen und ihnen keine individuellen Namen zu geben.

Brüssels Ministerpräsident Rudi Vervoort (PS) zeigte sich von der Idee sofort begeistert und nannte die Baumpflanzung eine wichtige symbolische Handlung: „Der Zonienwald ist ein Ort der absoluten Stille, wohin jeder hingehen kann, wann immer er will.“

Zonienwald: Gemeinsame Verwaltung durch 3 Regionen

Mit der Staatsreform von 1980 wurde die Zuständigkeit für die Bewirtschaftung des Waldes auf die drei angrenzenden Regionen übertragen. Seitdem erstreckt sich der Zonienwald zu 56 % in Flandern, auf 38 % in der Region Brüssel-Hauptstadt und auf 6 % in der Wallonischen Region. Um die verschiedenen Funktionen des Waldes und seine unterschiedliche Nutzung besser aufeinander abzustimmen, haben die Anrainerregionen 2008 beschlossen, enger zusammenzuarbeiten.

Sie haben die künftigen Optionen für den Zonienwald in der sogenannten „Strukturvision für den Zonienwald“ festgelegt, die sich nicht nur auf diesen Wald beschränkt, sondern auch die grünen Zonen rund um ihn herum. Das sind der Terkamerenwald, das Arboretum von Tervuren, der Kapucijnenwald, die Domaine Solvay und einige Gebiete mehr, die insgesamt weitere 5.000 Hektar Naturlandschaft darstellen.

Das gesamte Naturgebiet wurde Anfang des Jahres in das European Rewilding Network aufgenommen worden und zwar auch, weil die zuständigen Behörden weite Teile des Zonienwaldes sich selbst, sprich der Natur überlassen.