Schlag gegen die "Terrorzelle von Jumet"

Im Zuge von mehrmonatigen Ermittlungen konnten insgesamt acht Mitglieder der sogenannten „Terrorzelle von Jumet“ verhaftet werden. Die ersten Verhaftungen wurden bereits im Januar vorgenommen, jetzt konnte in Frankreich der Kopf der Gruppe festgenommen werden. Diese Terrorzelle hatte Verbindungen zu anderen Verdächtigen in Zusammenhang mit Anschlagsplänen in Frankreich und Belgien.

Bereits im Januar wurden in Jumet, einer Teilgemeinde von Charleroi in der Provinz Hennegau, zwei junge Männer festgenommen, die im Verdacht standen, sich der IS in Syrien anschließen zu wollen. Einer von beiden, ein junger geistig leicht rückständiger Mann, gestand, in Syrien kämpfen zu wollen und danach in Europa weiter „Ungläubige“ töten zu wollen.

Im Laufe der Ermittlungen wurden weitere Verdächtige verhaftet, die alle in Verbindung zum Hauptverdächtigen in dieser Sache hatten. Darunter war wohl auch ein Minderjähriger. Nach Medienberichten konnte jetzt dieser Hauptverdächtige in Frankreich ausgemacht und festgenommen werden. Dieser, der mutmaßliche Leiter der „Terrorzelle von Jumet“, hatte wohl die sieben anderen Verdächtigen für den Heiligen Krieg in Syrien und in Belgien und Frankreich rekrutiert.

Weiteren Medienmeldungen zufolge steht die Akte „Terrorzelle von Jumet“ auch in Verbindung mit weiteren Terrordossiers. Einige der Mitglieder dieser Zelle hätten Verbindungen zu Ines Madani gehabt, eine Frau, die im September in Gare de Lyon in Paris ein Selbstmordattentat durchführen wollte und es habe zudem telefonischen Kontakt zu Mohamed Abrini gegeben.

Dieser sitzt in Belgien in Untersuchungshaft wegen der Beteiligung am Terroranschlag in Zaventem. Abrini war der lange gesuchte „Mann mit Hut“, der sich letztendlich nicht im Brüsseler Nationalflughafen in die Luft sprengte, sondern zu Fuß von dort aus in Richtung Brüsseler Innenstadt gewandert war, um hier erstmal unterzutauchen.