"Größte Sorge? Trump als Oberbefehlshaber!"

Der ehemalige EU-Ratsvorsitzende Herman Van Rompuy (Foto) ist zutiefst beunruhigt über die Tatsache, dass der umstrittene designierte US-Präsident Donald Trump in seinem Amt auch Oberbefehlshaber der mächtigsten Armee der Welt ist: „Stellen Sie sich vor, eine enorme Macht in den Händen eines Unberechenbaren.“

Während in den USA seit Tagen tausende Menschen unter dem Slogan "Not my president!“ gegen den zukünftigen republikanischen US-Präsidenten Donald Trump protestieren und dabei ihre Sorgen über den Umgang mit Homosexuellen, Latinos und Schwarzen sowie über die Zukunft des Klimaschutzes kundtun, macht sich in Europa vor allem auf politischer Ebene große Sorge breit.

In der VRT-Talksendung „de afspraak“ („Die Verabredung“) sagte zum Beispiel der frühere belgische EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, ein flämischer Christdemokrat (CD&V), dass seine größte Sorge bei der Tatsache liege, dass Trump bald Oberbefehlshaber der mächtigsten Armee der Welt sei.

„Trump ist der Oberbefehlshaber der Armee, der mächtigsten Armee der Welt. Deutschland Bundeskanzlerin oder die britische Premierministerin haben diese Macht nicht. Trump trägt also enorme Verantwortung. Manchmal ist diese Verantwortung auch eine persönliche Verantwortung. Erinnern Sie sich noch an die Angriffe mit Chemiewaffen in Syrien? Obama musste damals entscheiden, zielgerichtete Angriffe auf das syrische Regime zu befehlen. Er beschloss letztendlich, dies nicht zu tun“, sagte Van Rmpuy als Beispiel seiner Sorge.

In diesem Zusammenhang verglich Van Rompuy auch den scheidenden Präsidenten Obama und seinen designierten Nachfolger Trump: „Stellen Sie sich vor, eine enorme Macht in den Händen eines Unberechenbaren. Ich möchte nicht für die Folgen gerade stehen. Die Zukunft der Welt, Krieg und Frieden, hängt von jemandem ab, dessen Verhalten nicht einzuschätzen ist.“