Kriegsschiffe für 2 Mia. Euro auf Belgiens Einkaufsliste

Belgien und die Niederlande planen einen gemeinsamen Kauf von Fregatten und Minenabwehrfahrzeugen. Die Kosten betragen rund 4 Milliarden Euro. Für die Hälfte des Geldes kommt Belgien auf. Das sagen Quellen bei der Armee. Auch das Kabinett von Verteidigungsminister Steven Vandeput (N-VA) hat die Nachricht bestätigt.

Konkret handelt es sich um vier Kriegsschiffe und zwölf Minenabwehrfahrzeuge, die auf beide Länder gleichermaßen verteilt werden. Es ist das erste Mal, dass zwei Länder einen derart großen Ankauf gemeinsam tätigen.

Auf Belgiens Rechnung stehen zwei Milliarden Euro. Die Investition ist schon seit mehreren Jahren in Planung. Obwohl Belgien nur einen kleinen Küstenstreifen hat, ist die Wirtschaft des Landes stark von der Seefahrt abhängig. So sind die Häfen von Antwerpen, Gent und Zeebrügge enorm wichtig für dieses Land.

Der Grund der Zusammenarbeit beider Länder ist aber vor allem auch eine Kostenfrage. Belgien und die Niederlande können die Mannschaften gemeinsam ausbilden, den Unterhalt zusammen gewährleisten und Ersatzmaterial gemeinschaftlich verwalten.  Die belgische Marine arbeitet schon seit langem mit der niederländischen eng zusammen.

Dem niederländischen Verteidigungsminister zufolge handele es sich bei dem Betrag und der Anzahl der Schiffe um eine erste Schätzung.

Bei dem neuen Deal soll Belgien die Leitung für den Ankauf der Minenabwehrfahrzeuge übernehmen, die Niederlande soll sich um den Ankauf der Fregatten kümmern.

Ende dieses Monats will Vandeput eine Grundsatzvereinbarung mit den niederländischen Kollegen unterzeichnen.