Erdogan holt wieder gegen Belgien aus

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (Archivfoto) wirft Belgien vor, ein wichtiges Zentrum für die PKK, als auch für die Gülen-Bewegung zu sein. Neben Belgien griff Erdogan auch wieder Deutschland an. „Unsere westlichen Bundesgenossen tun nicht genug, um terroristische Gruppierungen zu bekämpfen.“, so das türkische Staatsoberhaupt.

Nach Ansicht von Staatspräsident Erdogan ist Belgien ein Bollwerk für die Anhänger der PKK, eine militante kurdische Organisation, die für viele Anschläge in der Türkei verantwortlich ist, und für die Bewegung des in den USA lebenden islamischen Geistlichen Fetullah Gülen, dem er vorwirft, hinter dem missglückten Staatsstreich in seiner Heimat zu stehen.

Erdogan gab auch an, Beweise dafür zu haben, dass verschiedene Organisationen in Deutschland Gelder für die PKK sammeln würden. Dies, obschon die PKK in Europa und in den USA als Terrorgruppe angesehen würden.

Gegenüber türkischen Journalisten sagte Erdogan wörtlich: "Belgien ist nicht nur ein wichtiges Zentrum für die PKK, sondern auch für Gülen-Anhänger. Und dies, während wichtige Dinge geschehen und während Moscheen in Flammen stehen. Doch wen kümmert dies."

Diese neuerlichen Angriffe Erdogans gegen Belgien und Deutschland erfolgten nur kurz nach dem Besuch des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier (SPD) in der Türkei und kurz vor dem Besuch Erdogans in Pakistan.