Graffitiplage in Brüssel weitet sich weiter aus

Die Brüsseler Regionalbehörden registrieren in der letzten Zeit eine deutliche Zunahme bei Graffiti und Tags. Bei der regionalen Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB und Abfall- und Reinigungsgesellschaft Net Brussel wird diese Zunahme an Tags regelrecht als spektakulär bewertet. Die Beseitigung dieser Graffiti kosten viel Geld.

Bei der MIVB stiegen die Kosten zur Beseitigung von Graffiti in Bussen und Bahnen sowie in den Gebäuden, den Haltestellen und in den Metro-Tunneln von 159.000 € im Jahr 2014 auf 311.000 € im vergangenen Jahr. „Es handelt sich dabei zu 99 % um Tags, also um Unterschriften und fast nie um größere Zeichnungen“, hieß es dazu von Seiten von Köse Cleaning, ein Unternehmen, dass für die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft Tags und Graffiti entfernt.

Die Abfall- und Reinigungsgesellschaft Net Brussel sorgt für die Entfernung von Graffiti von den Gebäuden, die die Regionalverwaltung besitzt bzw. von der regionalen Infrastruktur. Hier verachtfachte sich das entsprechende Budget auf heute 80.000 € in nur zwei Jahren Zeit, wie die Onlineausgabe der Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ dazu meldet.

Nicht zuletzt erreichen auch die Stadtverwaltung von Brüssel immer mehr Anfragen, um Tags oder Graffiti von Hauswänden und Giebeln zu entfernen. Das zeigt, dass auch Privatleute in Stadt und Region immer mehr unter dieser Plage zu leiden haben. Hier sorgt ein neues Phänomen für Probleme: Sprühdosenzeichnungen und -zeichen auf Glasscheiben, z.B. Schaufenstern. Das Beseitigen solcher Schmierereien ist besonders aufwändig und wird dadurch erschwert, dass Glas leicht bricht, wenn Druck darauf entsteht.