König Philippe: Geheime Mission in Jordanien

Traditionell nimmt der belgische König am Tag des Königs (15. November) nicht an den offiziellen Feierlichkeiten teil. Doch in diesem Jahr nahm sich König Philippe keinen freien Tag. Er begab sich zu den belgischen Soldaten, die in diesen Tagen von Jordanien aus am Kampf gegen IS teilnehmen. Aus Sicherheitsgründen wurde dieser Blitzbesuch geheim gehalten.

Der königliche Besuch bei den belgischen Luftwaffensoldaten in Jordanien sollte auch motivieren wirken. Seit Russland vor einigen Wochen behauptet hatte, belgische F-16-Piloten hätten bei Angriffen auf IS-Stellungen in einem Dorf in der Nähe der syrischen Stadt Aleppo auch Zivilisten getötet, stehen „unsere Jungs“ unter Druck.

Doch auch die belgischen Jordanien-Soldaten gaben dazu an, dass nichts davon war gewesen sei. Russland habe bewusst falsche Informationen in die Welt gesendet. Die belgischen Piloten brechen Angriffe immer an, wenn „collateral damage“ droht. Bestehe auch nur die geringste Vermutung, dass Zivilisten bei belgischen Angriffen zu Schaden kommen könnten, drehe man ab, so die Piloten.

Überdies hatten das belgische Verteidigungsministerium und Verteidigungsminister Steven Vandeput (N-VA) belegen können, dass an den russischen Vorwürfen nichts dran sei.

Besuch bei Freunden

Der Besuch von König Philippe bei den belgischen Soldaten in Jordanien unweit der syrischen Grenze war aus sicherheitstechnischen Gründen geheim gehalten worden, da die Front nicht wirklich weit entfernt ist.

Das der belgische König wieder nach Jordanien reiste, belegt einmal mehr, dass die Beziehungen zwischen ihm und König Abdullah II. besonders gut und eng sind.

Vor einigen Monaten weilte das jordanische Königspaar noch in Belgien. Beide, sowohl König Philippe, als auch König Abdullah, verbindet nicht nur die Tatsache, dass beide etwa gleich alt sind. Die beiden sind auch ausgebildete F-16-Piloten…