Antwerpen: Peeters tritt gegen De Wever an

Der führende flämische Christdemokrat und derzeitige Wirtschaftsminister in der belgischen Bundesregierung Kris Peeters (CD&V - Foto) tritt bei den Kommunalwahlen 2018 in Antwerpen gegen den amtierenden Bürgermeister Bart De Wever (N-VA) an. Peeters gab dazu an, seine CD&V könne in der Scheldemetropole für Veränderung sorgen.

Kris Peeters, der derzeit noch in der Kleinstadt Puurs in der Provinz Antwerpen lebt, wird also nach Antwerpen umziehen, um es dort bei den für 2018 anstehenden Kommunalwahlen gegen den dort beliebten Amtsinhaber Bart De Wever (kl. Foto) aufzunehmen.

Damit fordert Peeters nicht irgendjemanden heraus, sondern den Vorsitzenden von Flanderns größter Partei, den flämischen Nationaldemokraten N-VA.

Die N-VA übernahm die Macht in Antwerpen bei den letzten Kommunalwahlen von den lange dort federführenden flämischen Sozialisten SP.A. Die flämischen Christdemokraten CD&V sind allerdings dort Koalitionspartner der N-VA und nehmen dort Schlüsselpositionen, wie das Amt des Hafenschöffen ein.

Kris Peeters gab seine Kandidatur am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt, bei der er sich mit seinen Antwerpener Parteikollegen umringte (kl. Foto).

Jasper Jacobs

Er begann seine Ausführungen mit einem Zitat von Ernest Hemingway: „Mut ist die Eleganz in der Schusslinie“. Seine Mannschaft sei das Team, „dass den Mut hat, um mit der notwendigen Eleganz in der Schusslinie in die Wahl von 2018 zu gehen. Wir tun dies mit eine eigenen Projekt und mit der Überzeugung, dass wir die Antwerpener von unserer Zukunftsvision überzeugen können.“

Peeters habe diese Herausforderung angenommen, weil er „mit Bescheidenheit und Rührung“ vernommen hatte, dass die Antwerpener CD&V einstimmig hinter dem Plan stand, ihn zum Spitzenkandidaten zu machen. „Wir werden Brücken bauen und uns weit weg von Polarisierung halten“, so Peeters.

2016 Tim de Waele