Sturmtief über Belgien: Notrufzentrale überlastet, drei Personen verletzt

Der Sturm, der an diesem Wochenende mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h über Belgien zieht, sorgt für zahlreiche Feuerwehr- und Rettungseinsätze. In Antwerpen ist eine Person durch ein umgefallenes Baugerüst schwer verletzt worden. Das hat die Feuerwehr bestätigt. In Borsbeek, ebenfalls Provinz Antwerpen, ist ein Pfadfinderjunge durch einen entwurzelten Baum schwer verletzt worden.

Eine umfallende Pappel hat den Pfadfinderjungen getroffen. Er sei schwer verletzt, aber stabil, hieß es. Der 17-jährige Junge wurde in ein Krankenhaus gebracht.

In der Brüsseler Gemeinde Sint-Gillis wurde eine Frau von einem herabfallenden Stück Schornstein getroffen. Die Frau wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Sie schwebt aber nicht in Lebensgefahr.

Das Rettungszentrum 100/112 für Ost- und Westflandern ist derzeit mit Norufen überlastet. Die Notrufzentrale bittet deshalb die Bevölkerung, tatsächlich nur in dringenden medizinischen Notfällen und bei dringenden Feuerwehrmeldungen die Notnummern 100 und 112 zu wählen.

Für nicht dringende Fälle infolge des Sturms bittet das Rettungszentrum die elektronische Anlaufstelle der betroffenen Feuerwehrzone oder die allgemeine Nummer der Feuerwehrzone anzurufen. Für dringende Polizeinotrufe können die Bürger weiterhin die Nummer 101 wählen.

Das Unwetter, das an diesem Wochenende in Belgien Ziegeln von den Dächern bläst und zahlreiche Bäume umweht, hat den Feuerwehrleuten eine schlaflose Nacht beschert. Fast alle Feuerwehreinheiten in Süd-West-Flandern und im 'Westhoek' sind an diesem Morgen infolge von Sturmschäden ausgerückt. 

In Koksijde, ebenfalls in Westflandern, musste der World Cup Querfeldeinfahren abgesagt werden. Das meldet unsere Sportredaktion sporza.be.

In Brüssel war an diesem Sonntagmorgen der Straßenbahnverkehr wegen des starken Windes gestört. Auf den Linien 3,7 und 44 sind Ersatzbusse eingesetzt worden.

Am gestrigen Samstag wurde entschieden, den Wald Ter Kameren in Brüssel so lange geschlossen zu halten, bis der Sturm vorüber ist. Der Bevölkerung wurde geraten, sich nicht in Wäldern aufzuhalten. Ferner sind vorsorglich alle Parks in der Region Brüssel geschlossen worden.

© Reporters / Michel Gouverneur