Belgiens Fußballverband bestraft zockende Kicker

Der belgische Fußballverband KBVB wird alle Spieler aus der ersten Liga bestrafen, die auf Spiele ihrer Mannschaften gewettet haben. Dabei können empfindliche Strafen ausgesprochen werden, die völlig unabhängig von juristischen Sanktionen sind. Und das Schiedsgericht des Fußballverbandes kann überdies noch verschärfte Strafen auferlegen.

Einige Profifußballer aus der ersten und der zweiten belgischen Fußball-Liga haben erwiesenermaßen online auf Spiele ihrer eigenen Mannschaften gewettet. Deren Mannschaften gingen unterschiedlich damit um: KV Ostende entließ Knowledge Musona, nach dem bekannt wurde, dass er online Fußballwetten abschloss. Andere Mannschaften legten derart aufgeflogenen Spielern Bußgelder und/oder Suspendierungen von Spielbetrieb auf.

Doch der Fußballverband will die betroffenen Spieler ebenfalls bestrafen. Das können Geldstrafen von zwischen 500 und 800 € sein oder aber eine Sperre von bis zu 8 Spieltagen sein. Das Schiedsgericht des KBVB behält sich vor, diese Sanktionen noch zu verschärfen.

Besonders hart trifft es Olivier Deschacht (kl. Foto) vom RSC Anderlecht. Von seinem Computer aus ist nachweislich online auf Spiele auch seiner eigenen Mannschaft gewettet worden, auch wenn Deschacht darauf beharrt, dass sein Bruder hier ohne sein Wissen gezockt habe…

Jetzt wurde in den Medien bekannt, dass von besagtem Deschacht-Computer aus schon 2013 auf Anderlecht-Begegnungen gewettet wurde und zwar auf die Champîons League-Spiele des RSC gegen PSG, Benfia und Olympiakos. Seinerzeit saß Olivier Deschacht bei den „Veilchen“ mehr auf der Bank, als dass er spielte, doch gegen Benfica Lissabon war er für 56 Minuten auf dem Platz.