Weiter weniger HIV- Ansteckungen in Belgien

Die Zahl der HIV-Ansteckungen in Belgien ist im zweiten Jahr in Folge gesunken. Das HIV-Virus kann Aids verursachen. Offenbar haben die zahlreichen Aufklärungs-Kampagnen bei Jugendlichen und bei Risikogruppen Erfolg. Doch von Entwarnung kann noch nicht gesprochen werden.

Im Jahr 2015 steckten sich in unserem Land 1.001 Personen mit dem Aids-auslösenden Virus HIV an. Das waren knapp 50 weniger als im Jahr davor. An der Basis dieses kleinen aber dennoch auffallenden Trends liegt Prävention ebenso, wie Aufklärungs-Kampagnen zum Thema „safer sex“.

Doch inzwischen zeigen auch bessere Medikamente Wirkung, die z.B. verhindern, dass HIV-Träger das Virus weitergeben, wie Boris Cruyssaert von Sensoa, dem flämischen Zentrum für Aufklärung und sexuelle Gesundheit am Montag gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion:

„96 % aller Menschen, die HIV tragen, werden durch die verschiedenen Aids-Referenzzentren begleitet. Die Betroffenen haben einen kontrollierten HIV-Gehalt im Blut, dessen Menge so gering ist, dass eine Übertragung des Virus so gut wie unmöglich ist.“

Der Rückgang der HIV-Ansteckungen ist in erster Linie bei heterosexuellen Kontakten auffallend. Bei homosexuellen Männern hingegen steigt die Zahl der Ansteckungen weiter leicht an. Am 1. Dezember findet der Welt-Aids-Tag statt.

AP2004